Fallout 3
Fallout 3 spielt in einer alternativen Zukunft, in der der Atomkrieg zur traurigen Realität wurde. An Washington, D. C. erinnern nur noch Ruinen. Das Ödland der Hauptstadt ist ein trostloser und Ggfährlicher Ort. Die wenigen Überlebenden haben sich so gut es geht mit der Umgebung arangiert und kleine Siedlungen gegründet. Einige wenige haben das Glück, in einer sicheren Vault (einem Atomschutzbunker der Firma Vault-Tec) aufzuwachsen. Dazu gehören auch wir.
Unser Abenteuer beginnt ganz am Anfang. Mit unserer Geburt. Das Tutorial zeigt Abschnitte unseres jungen Lebens. Es dient aber nicht nur zum Eingewöhnen, sondern auch zur Charaktererstellung. Bei der Geburt wird man beispielsweise nach dem Geschlecht gefragt, im Alter von einem Jahr legt man mit Hilfe eines Bilderbuchs die Grundwerte des Charakters fest. Zum 10. Geburtstag bekommen wir dann den Pit Boy, einen Handgelenk-Computer, der uns mit Quest-Log, Charakter-Infos, Inventar und Karten versorgt. Außerdem hat Papa noch ein Luftgewehr für uns, mit dem wir dann auch gleich eine mutierte Kakerlake erledigen dürfen. MIt 16. Lenzen schließlich dürfen wir in der Vault-Schule unseren Eignungstest ablegen. Damit legt man seine Spezialisierung fest, was aber nicht nur über die Fragen klappt, sondern ggf. auch manuell.
Im Alter von 19 Jahren heißt es dann, die Vault zu verlassen – nicht ganz freiwillig. Unser werter Erzeuger hat sich aus dem Staub gemacht und für ziemliches Chaos im Bunker gesorgt. Der Aufseher ist darüber gar nicht erfreut und will seinen Frust gerne an uns auslassen. Na, da tun wir es doch liebend gerne unserem alten Herrn gleich…
Von nun an ist der Spieler auf sich alleine gestellt. Es steht einem frei die Weiten des Ödlands zu erforschen oder sich in die nahe gelegene “Stadt” Megaton zu begeben. Deren “Heiligtum” ist eine nicht explodierte Atombombe, die von einigen Fanatikern angebetet wird. Natürlich nimmt man sich dieser Gefahr an. Ob man das Ding allerdings entschärft oder ob man die Stadt einäschert, hängt ganz vom Spieler ab.
Die Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Entscheidet man sich z. B. für die Entschärfung und “kümmert” man sich um Mr. Burke, wird man mit einem Kopfgeld bedacht und hat ab dann immer wieder mit Söldnern der Talon-Company zu tun. Jagd man Megaton dagegen in die Luft, wird man sich schwer tun, an weitere Aufträge der Bevölkerung zu kommen…
Fallout 3 wird von der gleichen Engine betrieben, die schon in The Elder Scrolls IV: Oblivion zum Einsatz kam. Allerdings hat man diese etwas aufgemotzt. Dummerweise nimmt man das aber in der tristen postapokalyptischen Umgebung nicht wirklich war. Statt sattem Grün regieren Braun und Grau. Statt Wiesen und Wälder gibt es Beton- und Trümmerhaufen. Das muss man mögen und sich daran gewöhnen…
Fazit: Das Jahr hat für Rollenspieler wirklich einiges zu bieten: Mass Effect, Drakensang und jetzt Fallout 3. Welches davon nun der absolute Favorit ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Erstklassig sind sie alle drei! Wer von Fantasie-Welt und Weltraum genug hat, der bekommt ein frisches Szenario vorgesetzt. Fans der alten Fallout-Spiele können bedenkenlos zugreifen, sofern sie sich an das action-orientierte Gameplay gewöhnen können. Die Atmosphäre hat Bethesda jedenfalls sehr gut eingefangen!
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Martin am 20. November 2008 um 12:00 veröffentlicht und unter Gespielt abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |
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