Am 22. Oktober ist es soweit: dann kommt Windows 7 offiziell in den Handel. Höchste Zeit, endlich einen Blick auf die finale Version zu werfen. Zuvor gilt es sich aber für eine der unterschiedlichen Ausgaben zu entscheiden. Wie schon bei Windows Vista kann man zwischen sechs unterschiedlichen Editionen wählen:

  • Windows 7 Starter (32/64bit, max. 8 GB Speicher)
  • Windows 7 Home Basic (nur 32bit, max. 4 GB Speicher)
  • Windows 7 Home Premium (32/64bit, max. 16 GB Speicher)
  • Windows 7 Professional (32/64bit, 128+ GB Speicher)
  • Windows 7 Enterprise (32/64bit, 128+ GB Speicher)
  • Windows 7 Ultimate (32/64bit, 128+ GB Speicher)

Die Editionen Enterprise und Ultimate sind, anders als bei Windows Vista, völlig identisch. Somit unterscheidet hier der Name nur zwischen dem Kundenkreis, denn Enterprise gibt es nur als Volumenlizenz für Firmen. Ultimate kann dagegen jeder frei erwerben (OEM & Retail).

Wieder da ist die Professional Edition, die man schon vom alten Windows 2000 her kennt. Sie ist, anders als Windows Vista Business, nicht nur als Volumenlizenz, sondern auch regulär im Handel erhältlich. Darüberhinaus ist sie, neben Enterprise/Ultimate, die einzige Version, die mit dem virtuellen Windows-XP-Modus ausgestattet ist. Daher dürfte dies auch für Privatpersonen interessant sein, die noch viele alte Programme im Einsatz haben.

Starter und Home Basic sind wohl zu vernachlässigen. Erste gibt es grundsätzlich nur mit neuem PC (insbesondere mit Netbooks), letztere ist für Entwicklungsländer gedacht und wird hierzulande gar nicht erscheinen. Home Premium wird sich wohl bei uns als Standard etablieren und wohl von den meisten PC-Herstellern beigelegt werden.

Mit Ausnahme von Home Basic gibt es alle Editionen sowohl als 32-, als auch 64bit-Varianten. Die maximale Größe des Speichers ist oben angegeben, bezieht sich aber auf 64bit. Bei 32bit ist bei maximal 4 GB Schluss. Wichtig zu wissen ist, dass es sich hierbei um den Gesamtspeicher handelt, der sich aus Arbeitsspeicher und Videospeicher zusammensetzt (Beispiel: 4 GB RAM und eine Grafikkarte mit 1 GB VRAM ergeben 5 GB Gesamtspeicher). Zu diesem Thema habe ich hier schon mal etwas geschrieben.

Microsoft liefert generell beide Varianten aus. Das gilt zumindest für Retail-/Upgrade-Versionen. Bei Neukauf einer PCs mit vorinstalliertem Windows 7 sollte man aber sehr genau darauf achten, was für eine Version man bekommt, denn hier ist oft 32bit immer noch Standard!

Die Wahl der Version dürfte aber im Prinzip von der verwendeten Hardware abhängig sein, denn leider bieten immer noch nicht alle Hersteller 64bit-Treiber an. Deshalb ist es in jedem Falle ratsam vor der Installation von Windows 7 alle Herstellerseiten nach entsprechenden Treibern abzusuchen. So kann man sich Frust und Ärger ersparen…