Von Hexen, Vampiren und Agenten
Ausnahmsweise geht’s hier mal nicht um neue Filme, sondern um aktuelle TV-Serien. Genauer um Eastwick, The Vampire Diaries und NCIS: Los Angeles. Kennen Sie nicht? Können Sie auch noch nicht! Aktuell laufen gerade die ersten Episoden in den USA. Bis die es über den großen Teich schaffen, dürften wohl noch einige Monate vergehen.
Bei den ersten beiden Serien handelt es sich um Umsetzungen von Romanen. Letztere ist ein sogenannter Spin-Off der erfolgreichen Serie Navy CIS, die wiederum ein Spin-Off von JAG ist. Verwirrend? Nun, dazu kommen wir später…
Eastwick
… könnte man treffend als “Charmed meets Desperate Housewives” beschreiben. Es handelt sich um die Umsetzung des Romans The Witches of Eastwick, der bereits 1987 für das Kino adaptiert wurde. Während man sich bei einem Kinofilm weitestgehend an die Buchvorlage halten kann, bedarf eine Serien-Adaption schon etwas mehr Freiraum.
Als Konstante hat man sich für Darryl van Horn entschieden. Der kommt kurz nach dem Erwachen der Hexenkräfte bei den drei Frauen in das verschlafene Städtchen Eastwick und kauft dort nicht nur das leerstehende Anwesen, das eigentlich Museum werden sollte, sondern gleich auch noch die örtliche Zeitung (bei der auch eine der drei Hexen arbeitet). Natürlich macht er sich mit seinem dunklen Charme auch gleich an die Ladies heran.
Aktuell sind zwei Episoden der ersten Staffel ausgestrahlt, die beide absolut gelungen sind und Lust auf mehr machen. Die nächste flimmert am 7. Oktober über die Mattscheibe. Kann’s kaum erwarten…
The Vampire Diaries
Blutsauger sind absolut im Trend. Sehnsüchtig wartet die Fans dieser untoten Geschöpfe auf den zweiten Kinofilm der Twilight-Saga von Stephenie Meyer. New Moon wird am 26. November 2009 in die deutschen Kinos kommen. Die Zeit bis dahin können sich US-Fans mit der Umsetzung der Romane von L. J. Smith versüßen. Der hat eine ähnliche Geschichte erdacht, wie Stephenie Meyer: Hightschool-Girl verliebt sich in Vampir.
Das ist aber schon die einzige Gemeinsamkeit. Der Schreibstil und die Erzählweise der beiden unterscheidet sich sehr stark und ebenfalls die Handlung. Während Stephenie uns diese aus der Ich-Perspektive erleben lässt, erzählt uns L. J. seine Vampirtagebücher in der meist üblicheren Dritten Person. Letztere erschienen übrigens bereits 1997 – das die also von Twilight abgeschrieben sein sollen, ist daher ziemlich unmöglich… (was aber einige Internetseiten nach wie vor behaupten)
Aber zurück zur TV-Umsetzung. Der kann man schon eher unterstellen, dass man sich beim Twilight-Hype bedient. Entfernte Ähnlichkeiten an die Charaktere lassen sich wirklich nicht leugnen. Allerdings geht es nicht unbedingt und ausschließlich um eine schmachtende Liebesgeschichte zwischen Vampir und Schulmädchen, sondern das ganze ist ein wenig verzwickter. Es gibt nämlich zwei Vampire, die zwar Brüder sind, unterschiedlicher aber kaum sein könnten. Und unser liebes Schoolgirl weis nun gar nicht so genau für wenn ihr Herz denn nun wirklich schlägt. Aber dann wären da auch noch ihr kleiner Bruder, der Drogen dealen dem Unterricht vorzieht und die beste Freundin, die offenbar ein paar ungewöhnliche Fähigkeiten besitzt.
Gerade da stellen sich dann auch Parallelen zu Buffy – The Vampire Slayer ein. Auch dort entdeckt die beste Freundin Hexenkräfte. Okay, unser Schulmädchen ist keinesfalls so taff wie die Vampir-/Dämonen-Killerin – und alles andere als blond! Aber langfristig scheint sie sich wohl doch zumindest gegen einen dunklen Vampir zur Wehr setzen zu müssen…
Aktuell sind drei Episoden ausgestrahlt worden. Episode vier wird am kommenden Sonntag (4.10.09) gezeigt.
NCIS: Los Angeles
Eingangs habe ich erwähnt, dass diese Serie ein Ableger (Spin-Off) eines Ablegers ist. Der Großvater ist die Navy-Anwaltserie JAG. Die überzeugte durch ihre charmanten und witzigen Charaktere. Der Vater der Serie ist Navy CIS, die ebenfalls starke Charaktere vorzuweisen hatte und mehr Spannung bot. Schließlich wechselte man vom Anwalt zum Ermittler. Nun kommt mit NCIS: Los Angeles ein weiteres Spin-Off daher. Neben dem Einsatz an der Westküste scheint man den Schwerpunkt auf mehr Action gelegt zu haben.
Das Ermittlerteam setzt sich überwiegend aus Field Agents (also Au0endienstagenten) zusammen. Die sind alle relativ jung. Den weisen, alten Boss sucht man vergebens. Das kann Linda Hunt als Henrietta ‘Hetty’ Lang nicht kompensieren, zumal die das Büro nicht verlässt. Der Chefermittler Special Agent ‘G’ Callen wird von Chris O’Donnell gespielt, den wir wohl alle noch als Robin (Batman & Robin) in Erinnerung haben. Aber auch er kann einem Jethro Gibbs nicht das Wasser reichen, zumal er offenbar Gibbs und DiNozzo in Personalunion geben soll. Ein abgedrehtes Computergenie wie Abby Sciuto sucht man ebenfalls vergeblich. Ein kleiner Lichtpunkt ist Special Agent Sam Hanna, der von Rapper LL Cool J gespielt wird. Aber die Serie vor dem Absturz bewahren, kann auch er wohl nicht.
Die dürftigen Charakter werden dann auch noch mit langweiliger Handlung ergänzt, was mich dann auch daran hindert mehr als nur die erste Episode anzusehen. Bislang sind zwei ausgestrahlt, die dritte folgt am 6. Oktober 2009. Aber ohne mich…
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Martin am 2. Oktober 2009 um 12:00 veröffentlicht und unter Gesehen abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |
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