Nachdem nun endlich die Windows 7 Ultimate Limited Signature Edition bei mir eingetroffen ist, war klar das diese sofort mein Windows XP ablösen wird. Da ich grundsätzlich von Updates wenig halte und zudem auch gleich von 32bit auf 64bit wechseln wollte, kam nur eine komplette Neuinstallation in Frage.

Also zunächst alle wichtigen Daten auf Laufwerk C: gesichert, dann formatiert und Windows 7 installiert. Klappte ohne Probleme und war in einer Viertelstunde erledigt. Alles schien zunächst in Ordnung und einwandfrei zu laufen, weshalb ich gleich damit begann, die notwendigen Programme zu installieren. Dabei musste ich feststellen, dass da zusätzliche Investitionen notwendig sind, denn die meisten Hersteller lassen sich den Win7-Support mit einem Update auf eine neue Version bezahlen. Abzocke?! Bei manchen Anbietern könnte man das glatt meinen, zumal wenn die Vorversion unter Windows Vista anstandslos funktionierte. Schließlich ist Seven im Prinzip “nur” ein verbessertes Vista.

Nachdem ich etwa die Hälfte aller Anwendungen und Spiele wieder installiert hatte, viel mir dann plötzlich doch ein Problem auf. Zwar scheinen alle meine optischen Laufwerke (habe drei davon) ordnungsgemäß zu funktionieren, lege ich aber in den IDE-DVD-Brenner oder das SATA-BD-ROM/DVD-Brenner-Kombilaufwerk einen Datenträger ein, so zeigt mir der Windows Explorer dessen Inhalt nicht an. Lediglich mein DVD-ROM-Laufwerk, von dem aus ich installiert habe, funktioniert einwandfrei. Da ich den Brenner nur fürs Brennen und mein neues Blu-Ray-Laufwerk eigentlich nur zum Filme gucken nutze, blieb das dummerweise erst mal unbemerkt.

Ärgerlich, so kann ich momentan keine BD-Filme gucken. Ebenfalls funktionsuntüchtig ist mein DVB-T-Empfänger von Hauppauge. Der ist schon ziemlich alt und es gibt keine Treiber mehr dafür. Aber das war mir vor dem Umstieg schon klar gewesen. Zwar hatte ich Hoffnung diesen mit dem XP Mode vielleicht doch noch zur Zusammenarbeit überreden zu können, dies scheiterte aber am mangelhaften 3D-Support des virtuellen Windows XP.

Da ich aber eigentlich mit viel mehr Ärger gerechnet habe, bin ich doch angenehm überrascht. Schließlich sollte man ja für einen reibungslosen Umstieg das erste Service Pack abwarten. Bei Windows 7 scheint man das aber nicht wirklich tun zu müssen.

Als jemand der Windows Vista nie im produktiven Einsatz hatte, muss man sich an das neue Look & Feel von Seven erst mal gewöhnen. Das ist dann aber doch nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Die neuen Möglichkeiten nimmt man quasi im Vorbeigehen war. Dank der Überarbeitung der Benutzerkontrolle bekommt man die nervenden Aufforderungen nicht mehr bei jedem zweiten Klick zu sehen. Somit arbeitet es sich unter Seven genauso flüssig wie unter XP. Schön.

Anders als bei Vista bin ich aber gleich bei Erscheinen auf Microsoft Office 2007 umgestiegen. Somit konnte ich mich an dessen radikal überarbeite Oberfläche schon einige Zeit gewöhnen. Das kommt mir jetzt auch beim Zubehör von Seven zugute, denn u. a. Paint und WordPad sind nun bedienungstechnisch daran angelehnt. Office 2007 selbst funktioniert wie gehabt.

Damit bleibt mir zunächst ein positives Resümee zu ziehen. Die finale Version kann den guten Eindruck der Beta- und RC-Versionen unterstreichen. Windows 7 ist definitiv das Betriebssystem, dass Microsoft mit Vista auf den Markt bringen wollte.